Unser Rückblick auf das
Journaling Barcamp 2026
Die Möglichmacherinnen: Nicole Woltmann, Simone Däfler und Diana Soriat
Die Möglichmacherinnen: Nicole Woltmann, Simone Däfler und Diana Soriat
Ganz im Sinne unseres Mottos „Innen wirkt außen – und zurück“ wurde das Barcamp auch in diesem Jahr zu einem lebendigen Ort, an dem persönliche Gedanken geteilt, nach außen getragen und durch die Community wieder neu reflektiert wurden.
von Sünje @suenjelewejohann 🌿
Mit ihrer Keynote „In mir beginnt es lautlos: Schreiben als Akt des Erinnerns – was in uns liegt, will nur gesehen werden“ öffnete sie einen poetischen Raum, in dem Schreiben als Erinnerung und innere Forschungsreise erfahrbar wurde. Was geschieht, wenn wir schreiben, um zu lauschen statt zu leisten? ✨
weiter lesen
Sünje zeigte, wie aus Fragmenten, Sätzen und Bildern Gedichte entstehen können – nah am Alltag, getragen von Intuition, Körper und inneren Bildern. Und sie nahm uns mit in ihre wunderbaren Art Journals, die oft Ausgangspunkt für neue Lyrik sind.📓
Besonders berührend war der Moment, in dem eigene Listengedichte vorgelesen wurden voller Erinnerungen, was wir früher immer gemacht haben, aber heute nicht mehr – mit viel Mut, Offenheit und spürbarer Resonanz im Raum. 🤍
Auch aus der Praxis nahmen viele konkrete Impulse mit: die „Zeile des Tages“ als kleine Schreibroutine ✨, das Arbeiten mit Goldfolie (die sofort Lust machte, Art Journaling selbst auszuprobieren) und die Einladung, Alltägliches zu einem Gedicht verdichten.
Ein besonderes Highlight zum Abschluss:
Wir schrieben auf kleine Zettel „Dinge, die nicht beschissen sind“ – und hängten sie an eine Wand.
Später durfte sich jede einen Zettel mitnehmen.
Ein leiser, kraftvoller Moment voller Verbindung, Ehrlichkeit und unerwarteter Schönheit. 💫
Liebe Sünje, danke für diesen wunderbaren Impuls, der nachklingt und den Blick auf kleine besondere Alltagsmomente legt.
von Tanja Wehr @sketchnotelovers ✨
Mit „Be your own Captain in Chaos“ nahm uns Tanja 🎨 mit in ihre äußere und innere Chaoskultur – und inspirierte uns, Chaos nicht zu verdammen und stetig ordnen zu wollen, sondern es liebevoll wahrzunehmen und es aus „uns heraus zu kreativieren“. 🤍
weiter lesen
Schon zu Beginn wurde klar: Es ging um die Magie des Handgeschriebenen. Statt PowerPoint zeigte Tanja ein von ihr gesketchnotetes @Moduletto unter der Dokumentenkamera – lebendig, nahbar und ganz im Moment. ✏️📓
Tanja zeigte, wie sie mit Stift und Notizbuch ihre innere Vielfalt sichtbar macht. Besonders lebendig wurde es in den kleinen, greifbaren Ideen aus ihrer Praxis: ein „Mordboard“ statt Vision Board, Sardinendosen 🐟 voller handbeletterter Sardinen mit Stolzmomenten – und die Einladung an uns, Meilensteine sichtbar zu sammeln, egal ob in Dose, Glas oder Box. ✨
Und als wäre das nicht schon genug gewesen, hatte Tanja für jede Teilnehmerin eine kleine Überraschung vorbereitet: selbst gebastelte Tüten mit Wissensbissen-Sketchnotes, kleinen Umschlägen voller Kreativitätsideen und einer Mosaik-Karte, die sich im Laufe des Barcamps wie ein Freundebuch mit Zeichnungen und liebevollen Worten füllen ließ. 🤍
Und vor allem blieb hängen: Chaos darf Form bekommen, die zu uns ganz persönlich passt – nicht um es zu beseitigen, sondern um es zu leben.
Liebe Tanja, danke für diesen ehrlichen, humorvollen und großzügigen Blick auf unser inneres Durcheinander und die Einladung, es kreativ auszuleben. 💫
Session Slot 1.1. mit Ramona Weyde
Auch in diesem Jahr habe ich beim Journaling Barcamp einen EInblick in meine ArtJournals und meinen Zugang zum heilsamen Schreiben gegeben.
... weiterlesen
Freewriting kombiniert mit Farben, Bildern und Symbolen wird zu einer ausdrucksstarken Methode, Inneres nach Außen und Äußeres nach Innen wirken zu lassen. Die Teilnehmer*innen durften durch meine Artjournals schauen, um sich inspirieren zu lassen. Gemeinsam haben wir kleine Kärtchen gestaltet mit Worten oder Sätzen, die uns an Erkenntnisse aus unseren Journaling Sessions auch im Alltag erinnern.
Session Slot 1.2. mit Christine Jung
Während des BarCamps haben die Teilnehmerinnen ihre Interessen in der Session von Christine Jung präzisiert und spielerisch priorisiert.
... weiterlesen
Dabei wurden kreative Funken entfacht, durch das kombinieren von Ideen rund um die Themen Zeichnen und Schreiben, um neue Ideen spielerisch zu generieren.
Ideen, die Freude machen und zur jeweiligen Person passen. Träume und Fantasien, die bisher verborgen waren, kamen ans Licht, und es entstanden konkrete Ansätze, um diese Ideen in die Tat umzusetzen.
Die Methode? Dabei habe ich zurück gegriffen auf eine Variante meines Wesenskernspielansatzes, mit dem ich beruflich arbeite. Diese Variante habe ich extra für das Barcamp entwickelt. Ich wollte den TN helfen ihre kreativen Ideen weiterzuentwickeln.
Das Ergebnis? Die Teilnehmer:innen fanden mehr Klarheit über ihre kreativen Leidenschaften und nahmen frische Inspiration mit – für ihre Projekte, Hobbys und beruflichen Ziele.
Session Slot 1.3 mit Manuela Motzel
Erwecke dein inneres Feuerpferd!
Meine Trancereise beim Barcamp war meine Einladung, das eigene innere Feuerpferd zu wecken. Kraftvoll, klar und frei. Nicht als Symbol für schneller, höher, weiter. Sondern als Erinnerung an zyklische Energie.
... weiterlesen
An Aufbruch. An lebendige Wahrhaftigkeit. Mit so vielen Frauen gemeinsam diesen Raum zu öffnen und zu halten, war intensiv und spürbar. Jede brachte ihr eigenes Feuer mit. Unterschiedlich. Still, wild, berührend und klar. Und doch entstand eine gemeinsame Bewegung. Wir sind aus der gewohnten Welt des Funktionierens einen Schritt herausgetreten. Hin zu inneren Bildern. Hin zu einer Energie, die erinnert, dass da mehr ist. Die Impulse wurden notiert, geteilt und gewürdigt. Was zunächst unsichtbar war, bekam Form. Und was Form bekommt, kann bewusst gelebt werden. Ich habe den Raum gehalten. Und ihr habt euch eingelassen. Das ist für mich jedes Mal das Magische: Wenn Mut auf sicheren Raum trifft, entsteht Verbindung. Wenn Verbindung entsteht, wird Kraft spürbar. Und wenn Kraft spürbar wird, beginnt die Reise. Das Feedback danach und die Gespräche, die noch entstanden sind, haben mich tief berührt. Sie zeigen mir immer wieder, was möglich wird, wenn wir uns erinnern, wer wir sind. Danke für euer Vertrauen, euer Einlassen und euren Mut, euer Feuer sichtbar zu machen.
Session Slot 2.1 mit Sylvia Herdan
Die konzentrierte und zugleich entspannte Stille während meiner Session „Soul Words“ auf dem Journaling Barcamp 2026 sowie die große Resonanz im Anschluss haben mich tief berührt.
... weiterlesen
Über 40 Teilnehmerinnen ließen sich auf eine kleine Meditation ein, fanden ihr persönliches Soul Word für das Wochenende und tauchten direkt ins kreative Gestalten ein. Die Soul Words sind aus meinem eigenen inneren Prozess entstanden – aus dem Wunsch, die inneren Worte, die mein Denken und Handeln begleiten, bewusst und positiv zu verwandeln. Umso mehr hat mich die Resonanz auf mögliche Soul Word-Team-Events begeistert, bei denen der Fokus auf den Soft Skills liegt, die ein Team tragen. Auch erste Ideen für eine weitere Zusammenarbeit nach dem Barcamp sind entstanden. Für mich war es der Moment, in dem meine Soul Words Flügel bekommen haben.
Session Slot 2.1 mit Daniela Reiter
Session “” von https://www.diereiter.at/
Es war unser erstes Mal – gemeinsam und für viele der Anwesenden: Reden und schreiben über Sex und Sinnlichkeit, über Lust und Leidenschaft. Wie reden wir sonst darüber und mit wem?
... weiterlesen
Welche Begriffe verwenden wir? Dann ein serielles Schreiben zu „Ich mag…“, das Räume aufmacht im Inneren, in zarten Häppchen zu einem Kreistext vorgelesen – und das im Weiteren vielleicht als Grundlage genutzt wird für mehr Texte und Gespräche. Die kleine Spitze der Klitoris, deren Nervenenden sich weit verzweigen, bei jeder anders, auch hier als Bild passend: wir können nie alles erfassen, aber uns immer wieder auf die Spur dessen begeben, was uns gerade gut tut und Lust bereitet.
Session Slot 2.2 mit Tanja Wehr
Ich habe mich so gefreut, dass so viele interessiert waren, in die Basics von Sketchnotes rein zu schnuppern. Die Methode ist so wunderbar für eigentlich alles geeignet, leicht zu lernen…
... weiterlesen
…und das Beste: Jede kann es auf ihre eigene Art machen. Wichtigste Aussage: es geht nicht um Zeichnen oder Kunst – es geht darum, das was im Kopf ist nachhaltig und wirksam aufs Papier zu bekommen.“ Wir haben Icons ausgedacht und gezeichnet, Schrift geübt und in der Kürze der Zeit das Wesentliche in den Fokus genommen.
Session Slot 3.1 mit Sandra Reithmayr
Wie komme ich vom leeren Blatt zu einem professionellen Flipchart – wenn ich keine Vorlage habe?
... weiterlesen
Auslöser war Heide.
Sie arbeitet mit Prozessteams und wollte die verschiedenen Rollen sichtbar machen. Wer hat welche Aufgabe? Wie greifen die Rollen ineinander? Wie arbeiten sie zusammen?
Sie wusste genau, was sie zeigen will – aber nicht, wie sie das Blatt sinnvoll aufbauen soll.
Also haben wir zuerst gesammelt, was viele im Raum beschäftigt:
Statt theoretisch darüber zu sprechen, sind wir direkt in Heides Beispiel eingestiegen.
Ich habe Fragen gestellt wie:
Was ist das Ziel deines Flipcharts?
Was soll am Ende klarer sein als vorher?
Was genau soll durch das Bild deutlich werden?
Dabei wurde schnell klar:
Es geht nicht nur um Rollen.
Es geht darum, sichtbar zu machen, wie diese Rollen zusammenarbeiten und sich ergänzen.
Nach dem beantworten der Fragen, haben wir gemeinsam Bildideen gesammelt und skizziert. In der Dokumentation siehst du die schnell hingekritzelt Ideen und das skizzierte Layout.
Was ich normalerweise mit Bleistift und Zettel mache, hab ich dieses Mal direkt am Flipchart umgesetzt.
So wurde Schritt für Schritt deutlich, wie ich solche Ideen prüfe, vereinfache und daraus eine klare Skizze entwickle. Nicht perfekt. Nicht kunstvoll. Sondern passend zur Botschaft.
Außerdem habe ich verschiedene Layoutmöglichkeiten vorgestellt und erklärt, wann welches Layout sinnvoll ist:
linear, zirkulär, nebeneinander, strahlenförmig – je nachdem, was sichtbar werden soll. Du findest die Beispiele im Handout.
Als weitere Inspiration habe ich unter anderem das Buch bikablo Poster empfohlen. Dort findet man viele Bild-, Metapher- und Layoutideen, die helfen, ins Denken zu kommen – gerade wenn das eigene Blatt noch leer ist.
Am Ende ist aus Heides Frage eine konkrete Skizze entstanden – und im Nachgang ein ausgearbeitetes Flipchart, das ich hier als Anschauungsmaterial mitschicke.
Die wichtigste Erkenntnis aus der Session:
Ein gutes Flipchart entsteht nicht aus Talent.
Es entsteht aus Klarheit, guten Fragen und einer bewussten Entscheidung für Struktur.
Nicht alle Fragen haben wir in der Session klären können. Deshalb hier eine kurze Zusammenfassung und Ergänzung:
Zur Fotodokumentation mit Skizzen und fertigem Flipchart
PS: Weil die Frage kam: Die Unterlagen habe ich nicht so schnell für das JB26 aus dem Ärmel geschüttelt. Ich lebe in Hamburg, gebe diese Workshops beruflich und habe die Inhalte aus meinen anderen Unterlagen entnommen und für das Journaling Barcamp angepasst. 😉
Session Slot 3.2 mit Alix Einfeldt
Schreibwerkstatt Dramolett – Ein Barcamp-Experiment
Spontan eine Session anbieten, die man noch nie gegeben hat? Das Barcamp hat’s möglich gemacht.
... weiterlesen
Mit zehn Teilnehmerinnen haben wir uns durch die Welt der Dramoletts gearbeitet – kurze dramatische Formen mit viel Dialog und klaren Wendepunkten. Theorie + Praxis, Schreiben + Austausch.
Das Ergebnis: Starke Texte, intensive Gespräche, gegenseitige Inspiration.
Die wichtigste Erkenntnis: Die besten Workshops entstehen nicht am Schreibtisch, sondern im Raum – zwischen Menschen, im Dialog.
Danke an alle Beteiligten für das Vertrauen!
Setting: Barcamp-Plenum, dann Seminarraum am nächsten Tag. Flipchart, Stühle im Halbkreis.
Personen: Kursleiterin (Alix), Teilnehmerin 1, Teilnehmerin 2
Alix: (steht vor Barcamp-Publikum, hebt zögernd die Hand) Ich würde morgen gern… einen Workshop anbieten. Dramolett schreiben. (Pause) Ich habe das noch nie gegeben.
TEILNEHMERIN 1: (aus dem Publikum) Klingt spannend! Ich komme!
Alix: (überrascht) Wirklich? (Mehrere nicken) Oh. Okay. Dann… bis morgen.
(Szenenwechsel: Nacht. Alix sitzt am Schreibheft, notiert, streicht durch, seufzt.)
Alix: (zu sich selbst) Aufbau. Funktion. Wendepunkte. (Pause) Was habe ich mir nur eingebrockt?
(Szenenwechsel: Nächster Tag, Seminarraum. Zehn Teilnehmerinnen sitzen erwartungsvoll. Alix steht vor Flipchart.)
Alix: (gespannt) Also. Dramolett. Kurz, wenige Personen, viel Dialog. Und… (atmet tief) …lernen wir heute zusammen. Schreibt einfach los. Und dann schreibt ihr vom letzten Satz das Gegenteil.
(Pause. Kratzen von Stiften. Gemurmel. Dann Lachen.)
TEILNEHMERIN 2: (liest vor) „Zwei Kaffeetassen streiten über den Sinn des Koffeins.“
TEILNEHMERIN 1: (kichert) Das ist großartig!
Alix: (lächelt erleichtert) Puh! Es funktioniert. Einfach… entstehen lassen.
TEILNEHMERIN 1: Das war toll! Wie lange unterrichtest du das schon?
Alix: (lächelt) Seit heute morgen. (Pause) Aber ich habe gelernt: Die besten Geschichten werden nicht geplant. (Pause) Sie entstehen im Raum. Zwischen Menschen. Zwischen Stiften und Papier. Im Dialog.
Pause.
ENDE
Session Slot 3.3 mit Christina
In meiner Barcamp-Session habe ich verschiedene meiner Visual Journals präsentiert, um meine persönliche Reise in den letzten 10 Jahren von #diarydoodles in Sketchnoteform über #drawyourday in Aquarellbüchern bis hin zu Hobonichi-Kalendern zu zeigen.
... weiterlesen
Ein Bild kann manchmal mehr über den Tag erzählen als ein langer Text, und an manchen Tagen ist eine schnelle Sketchnote oder Zeichnung die perfekte Form der Reflexion. Besonders an Tagen, an denen es schwer fällt zu schreiben, kann eine kleine Sketchnote oder Zeichnung eine schnelle, aber tiefgehende Reflexion bieten. Man muss kein Künstler sein – ein paar Strichfiguren reichen hier! Der Rest entwickelt sich! Man ist selbst oft sein größtes Hindernis durch selbst auferlegte Regeln!
Session Slot 4.1 mit Heidrun Künzel
Freudvoll und leicht mein Leben unter die Lupe nehmen
Auf dem Journaling Camp hat sich Heidrun Künzel (Freudvoll und leicht) gemeinsam mit den Teilnehmer:innen mit den 5 Säulen der Identität beschäftigt.
... weiterlesen
Ein einfaches, aber sehr tiefgehendes Modell, um das eigene Leben strukturierter zu betrachten und liebevoll zu reflektieren. Die fünf Bereiche – Engagement & Erfolge, Sicherheit & Lebensumfeld, Beziehungen & Gemeinschaft, Körper & Befinden, Werte & innere Ausrichtung – haben dabei geholfen zu erkennen, wo die Ressourcen liegen und welche Lebensfelder gerade mehr Aufmerksamkeit verlangen. Es gab Journalingfragen zu jeder Säule, erste Erkenntnisse und mögliche nächste Schritte.
Session Slot 4.1 mit Doris Reich
Journaling für Introvertierte – Party im Schneckenhaus
Wie wohltuend, dass es auf diesem quirligen Barcamp auch einen stillen Raum für introvertierte Stimmen gab.
... weiterlesen
In ihrer Session „Journaling für Introvertierte – Party im Schneckenhaus“ schuf Doris eine ruhige Atmosphäre, in der sich die Teilnehmenden über ihre Erfahrungen als Introvertierte austauschen und schreiben konnten.
Ein Schreibimpuls lautete: „Introvertiert sein bedeutet für mich …“ – und schnell zeigte sich, wie unterschiedlich, aber auch wie tief diese Erfahrungen sind. Vielen wurde erneut bewusst, wie viel Kraft es kosten kann, in einer extrovertiert geprägten Welt zu leben. Doris lud dazu ein, darüber nachzudenken, wie wichtig es ist, sich selbst treu zu bleiben, die eigene Introvertiertheit anzunehmen und sich nicht ständig an äußere Erwartungen anzupassen.
Ein weiterer Impuls lautete: „Was tut mir gut „ oder „Was hilft mir, bei mir zu bleiben?“ So entstand eine leise, stärkende Runde, die gezeigt hat: Auch im Schneckenhaus kann gefeiert werden – auf die sanfte, authentische Art.
Session Slot 4.1 mit Claudia Scheidemann
Die Geschichte der Wut ist voller Missverständnisse. Dabei ist sie eine der interessantesten Emotionen überhaupt.
... weiterlesen
Viele von uns – vor allem Frauen*- haben früh gelernt, sie zu verstecken oder in andere Gefühle umzuleiten. Dabei ist sie ein Hinweis, dass etwas Bedeutung hat. Und sie enthält eine Menge Energie! Wenn wir die klug nutzen, können wir kleine mutige Schritte gehen und mit Übung größere mutigere Entscheidungen treffen.
In dieser Session haben wir unsere Wut erkundet; vom kleinsten „Wütchen“ bis zum großen Zorn. Zusammen haben wir unsere Wutwörter gesammelt und eine beeindruckende Vielfalt gefunden: von granteln, muksch fühlen bis zu fuchsteufelswild. Uns „steht’s bis hier“ und wir bewegen uns auf dünnem, dann gaaanz dünnem Eis, köcheln und gehen in die Luft. Es wurden immer mehr Begriffe und Ausdrücke!
Und weil wir nur bewusst fühlen können, für das wir auch Worte haben, wurde daraus dann ein ganz individuelles Wut-o-meter.
Ganz zum Schluss waren wir so mutig, uns mit unserer Wut zu treffen und sie uns ganz genau anzuschauen. Wir haben sie gefragt, was sie so macht, welche Hobbies sie hat und was sie eigentlich von uns will.
Es gab viele Überraschungen: Wer hätte gedacht, dass sogar unsere Wut ihre eigenen Träume haben kann oder dass sie sogar einen eigenen Freundeskreis besitzt. Jede Wut hatte ihre eigene Persönlichkeit und manche hatten sogar Namen.
Danke an alle, die sich auf ihre Wut eingelassen haben und ihre Erkenntnisse in der Runde geteilt haben.
Wer das PDF mit den Flipcharts und der Wörtersammlung haben möchte, bitte einfach eine Mail an claudia@die-schreibapotheke.de schreiben.
Session Slot 4.1 mit Saskia Miriam
(Text von Simone Däfler)
Die Häkel-Session beim Journalin Barcamp war eigentlich ein klassischer „hat leider nicht geklappt“-Moment.
... weiterlesen
Saskia hatte alles vorbereitet, Wolle, Nadeln – nur beim Session-Pitch wollte zu wenige dann häkeln. Zu viel Konkurrenz durch andere Themen. Später standen wir am Moleskine Stand, ich bewunderte Saskias gehäkeltes Cover und sagte: „Wie schade eigentlich!“ – und zack, hatten wir beschlossen: Dann machen wir’s halt trotzdem zu zweit.
Während ich noch kurz was erledigt habe, hat Saskia im Plenum ihre Tasche ausgepackt. Als ich ankam, saßen da schon mehrere begeisterte wanna-be-Häkler:innen, als wäre das schon immer der Plan gewesen. Ein paar Tintenfische sind auch an diesem Wochenende fertig geworden, andere (ich) erst später. Tja, genau so entstehen halt die besten Barcamp-Momente: ungeplant und einfach gemacht.
Wenn du einen Blogbeitrag geschrieben hast, melde dich bei uns, wir verlinken ihn hier sehr gerne!
Fotos ©Thomas Dick/inkblot.de